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Neue Osnabrücker Zeitung,
16.04.2010 |
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Von Martina Binnig |
Fotos! |
Am Mittwochabend stand in Osnabrück alles unter lila-weißen Vorzeichen:
Während der VfL seine Tabellenführung verteidigte, spielte die Osnabrücker
Big Band „Tuten und Blasen“ im Haus der Jugend auf.
Und auch deren Logo-Schilder vor den Notenpulten sind in Lila-Weiß
gehalten. Folgerichtig teilt Bandleiter Robert Kretzschmar das Konzert in
zwei Halbzeiten à 45 Minuten auf und fragt das Publikum nach der Pause
nach dem Spielstand. Nach 90 Minuten fällt das Ergebnis dann zwar so
positv aus, dass es eigentlich keine Nachspielzeit geben müsste. Das
begeisterte Publikum erklatscht sich aber trotzdem mehrere Zugaben –
allerdings erst, als es das rhythmisch tut, so wie von Kretzschmar
gefordert. Der erweist sich nämlich nicht nur als versierter Bandleiter,
sondern auch als relaxter Moderator mit subtilem Humor.
Gast aus Essen
Besonderer Gast bei dem Auftritt der vor 21 Jahren an der
Gesamtschule Schinkel gegründeten Bigband ist diesmal Trompeter Stephan
Struck aus Essen, der auch etliche Arrangements des Programms beigesteuert
hat. Weitere Solistin ist die bandeigene Sängerin Anita Schnitker, die
extrovertiert und stets lächelnd eine perfekte Show bietet. Manchmal
singen beide auch im Duett – so wie es seinerzeit schon Ella und Louis
taten. Und das Programm umfasst tatsächlich in erster Linie alte
Swingnummern, allerdings mit etwas Latin und Funk garniert.
Katze an der Hammond
Auch die Bandmitglieder treten solistisch in Erscheinung:
Altsaxofonist Christoph Meiners etwa bereitet in "September In The Rain"
mit zarter Melancholie den ersten Auftritt Strucks vor. Meistens geht es
aber richtig zur Sache. Etwa, wenn sich Wolfgang Deffner an der
Hammondorgel in seiner Lieblingsnummer "The Cat" austobt. Oder wenn Pastor
Wolfgang Gerdes aus Quakenbrück auf der E-Gitarre improvisiert. Denn bei
„Tuten und Blasen“ haben neben Musiklehrern die unterschiedlichsten
Berufsgruppen zusammengefunden.
In memoriam des kürzlich verstorbenen Bundesjazzorchester-Leiters Peter
Herbolzheimer erklingt dessen Arrangement von "I Wish You Love", und bei
der Ballade "When Sunny Gets Blue" werden gar Wunderkerzen im Publikum
entzündet. Das Schlusswort hat aber der Swing-Klassiker "All Of Me", bei
dem Struck und Schnitker noch einmal abwechselnd solieren und die Band
ihren satten Sound zelebriert. Ein erfolgreicher Abend für alle
Osnabrücker Lila-Weißen, im Haus der Jugend und an der Bremer Brücke. |
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Oldenburgische Volkszeitung |
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Bigband aus Osnabrück begeistert mit großem Repertoire Zuhörer in
Vechtas Gulfhaus
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Vechta (lu) - Geballte musikalische Höchstleistung stand am Samstag im
Gulfhaus in Vechta auf der Bühne: Die 19-köpfige Band „Osnabrücker Bigband
Tuten & Blasen" passte gerade so -mit einigen Anbauten - auf die kleine
Empore. Organisator Tobias Weiss bat die Zuhörer während des Konzertes
rechts und links etwas zu „stützen".
Eigentlich heißt die Reihe, bei der Tuten & Blasen aufspielte, „Jazz im
Gulfhaus", aber die Musiker der Band aus Osnabrück können viel mehr als
„nur" Jazz. Die vor 21 Jahren an der Gesamtschule Osnabrück-Schinkel als
Dixieband gegründete Formation spielte im Gulfhaus unter der Leitung von
Thilo Zwartscholten, der den erkrankten Robert Kretzschmar vertrat.
Aus der Dixieland-Band ist eine moderne Bigband mit Musikern aus allen
Berufs- und Altersgruppen geworden. Der Dixieland ist dabei auf der
Strecke geblieben. Die Bigband verfügt nun über ein umfangreiches
Repertoire mit Swing-, Latin-, Rock-, Funk und Bluesarrangements. Sängerin
Anita Schnitker-Hinrichs sang mit ihrer kraftvollen schönen Stimme Songs
wie „How Sweet It Is (to be Loved by You)" oder auch das bekannteste
Bossa-Nova-Lied „The Girl from Ipanema". Selbst die „Die Moritat von
Mackie Messer", von Kurt Weill für Bertolt Brechts „Die Dreigroschenoper"
geschrieben, stimmte die Band an, genauso wie „Oye Co-mo Va" von Carlos
Santana. Solo-Einlagen der einzelnen Mitglieder begeisterten die Zuhörer
immer wieder so sehr, dass Sängerin Anita meinte: „Ist bestimmt
spiegelglatt draußen, eigentlich könnten wir durchmachen." Das Publikum
erklatschte sich noch zwei Zugaben. Und Organisator Peter gr. Beilage
resümierte: „Das Klangvolumen ist einfach einzigartig!" |
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Neue Osnabrücker Zeitung,
23.12.2006 |
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Wandelnde Weihnachtsbäume |
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Benefizkonzert mit "Tuten &
Blasen" |
Von Tom Bullmann
Osnabrück.
Zwei laut tönende, wandelnde Weihnachtsbäume sorgen
für gute Laune: Tannenzweige, güldenes Lametta, blinkende Lichterketten
und bunte Geschenktüten verzieren die Trommeln und Becken, mit denen das
mobile Percussionsduo Brüntjen und Dölker das Blue Note unsicher macht.
Unterstützt von einer Bigband, ziehen die beiden durchs Publikum und
klopfen auf Gläsern, Flaschen, Inventar und einer selbst mitgebrachten
Mülltonne den Santana-Klassiker "Oye Como Va".Der Auftritt von Joachim
Brüntjen und Joachim Dölker als Gäste eines Benefiz-Konzerts bildet einen
der vielen Höhepunkte des Abends im Blue Note. Die Osnabrücker Bigband
"Tuten und Blasen" tritt auf und sorgt dafür, dass 2000 Euro auf das Konto
einer Hilfsorganisation fließen, die sich um benachteiligte alte Menschen
in der ganzen Welt kümmert. "HelpAge" heißt das gemeinnützige,
entwicklungspolitische Hilfswerk, das erst vor kurzem eine deutsche
Zentrale eröffnete: in Osnabrück.
"Ein tolles Ergebnis", freut sich Michael Bünte vom HelpAge-Vorstand
Deutschland. Vor allem sei er froh, dass die Veranstaltung allen
Beteiligten viel Spaß gemacht habe: den Veranstaltern, den Musikern und
auch den Gästen. "Das war unsere Premiere in Osnabrück, und sie ist
wirklich gelungen", so Bünte. Zusammen mit dem Blue Note und dem
Bandleader von "Tuten und Blasen", Robert Kretzschmar, hatte er das
Konzept erarbeitet und das Gastspiel zu einem Konzert mit viel Osnabrücker
Musikprominenz gemacht.
Joachim Raffel ist der erste Gast mit einer aufregenden
Fats-Waller-Nummer. Sängerin Anita Schnittger-Hinrichs bekommt alsbald
Vokalunterstützung von Peter Witte und Kai Lünnemann, der mit der
Interpretation einer Duke-Ellington-Komposition beweist, dass er nicht nur
Robbie Williams covern kann.
Swing, Funk, Jazz und Blues finden sich im Repertoire von "Tuten und
Blasen". Man könnte meinen, es mit einem ausgewachsenen Profiorchester zu
tun zu haben, denn das hohe Niveau entspricht so gar nicht dem einer
Hobbyband. "Moon Dance" mit dem Saxofonisten Volker Winck und eine Ballade
von Pat Metheny mit Uwe Nolopp am Flügelhorn erweisen sich als weitere
Highlights des Abends. Als nach dem Posaunisten Dieter Kuhlmann Toscho
Todorovic auf die Bühne gebeten wird, geht ein Raunen durch die Zuhörer:
"Jetzt wird es wohl Blues geben." "747" heißt der Song der Blues Company,
der durch die Bläserunterstützung mächtig an Effet gewinnt.
Rock'n'Roll im Swingformat versammelt noch einmal alle Mitwirkenden auf
der Bühne: Bei "Route 66" zeigen sie einmal mehr ihre speziellen
Qualitäten und lassen einen rundum gelungenen Benefiz-Abend stimmungsvoll
ausklingen |
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Bramscher Nachrichten,
23. Februar 2006 |
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Viele Zugaben
nach mitreißendem
Konzert |
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Bigband „Tuten und Blasen"
bewies im „Universum" Klangvielfalt von Klassik über Rock bis Funk |
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Bramsche Wer schon immer mal wissen
wollte, wie es klingt, wenn Bigbands neben klassischen Swingstücken
auch Rock-und sogar Funkelemente in ihr Repertoire einbinden, kam am
Dienstagabend voll auf seine Kosten. Die Osnabrücker Bigband „Tuten
und Blasen" unter der Leitung von Robert Kretzschmar gab sich im
„Universum" die Ehre und überzeugte auf ganzer Linie mit einem
mitreißenden Konzert.
Dabei war das Filmtheater bei seiner zweiten Veranstaltung in diesem
Jahr sehr gut besucht. Bereits mit dem Eröffnungsstück „The Chicken"
legte das knapp zwanzigköpfige Osnabrücker Orchester einen
wahrhaftigen „Reißer" hin.
Das stark mit Funkelementen durchsetzte Instrumen-talstück mit der
groovig-erdi-gen Basslinie, einer treibenden Rhythmus-Gitarre mit
dem so typischen, knackigen |
„Clean-Sound", der gewaltigen
Klangfülle der Blasinstrumente und einer quirligen Hammondorgel
widerlegte eindeutig die These, dass ausschließlich Swingstücke zu
Bigbands passen. Allerdings hatten
die Osnabrücker auch klassische Titel etwa von George Gershwin, Duke
Ellington oder Glenn Miller in ihrem Repertoire. Mit „Birdland" von
Joe Zawi-nul greift die Bigband jedoch auch zeitgenössische
Arrangements auf. Mit Balladen wie „Crazy River" und Swingstücken
wie „Cute", mit „Route 66", einem blues-lastigen Werk, und dem
Latin-Klassiker „Oye como va", den Carlos Santana populär | machte,
ruhte das Programm auf einem ausgesprochen breiten, musikalischen
Fundament.
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In diesen Stücken kam
die lebendige, einfühlsame Stimme von Sängerin Anita
Schnitger-Hinrichs besonders zum Tragen. Mit „Green Onions" gab sich
die Band dann sogar rockig. „Tuten
und Blasen" begeisterte mit einer überwältigenden Klangvielfalt,
ohne auf-
Publikum forderte lautstark
Zugabe
dringlich zu sein und den feinen
Sinn für klug gesetzte Breaks und virtuose Soli zu verlieren. Dieser
Ansicht war das Bramscher Publikum offenbar auch und forderte
lautstark Zugabe, die seitens der Band natürlich gegeben wurde. Das
Fazit des musikalischen Abends lautete: Auf ganzer Linie gelungen. |
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Neue
Osnabrücker Zeitung, 22. März 2002 |
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Big Band
mit Blues-Erdung
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Eine gute Mischung:
„Toscho" und „Tuten und Blasen"
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Von Ralf Döring
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Bringen die
Lehrer, die sich da auf der Bühne im Haus der Jugend verausgaben,
auch nur einen Bruchteil dessen in den Klassenraum, was sie als
Bandmitglieder von „Tuten und Blasen" zelebrieren, müsste
der Unterricht bei ihnen ziemlich locker ablaufen. Die Inhalte
würden sie stringent, aber doch lebhaft und mitreißend vermitteln,
und es wäre auch in der sechsten Stunde noch so spannend, dass die
Schüler an Schulschluss gar nicht denken möchten.
Ob es den profilierten Hobbymusikern, gelingt, den Berufsalltag
so locker swingend zu gestalten wie den Feierabend, sei
dahingestellt. Tatsache aber ist, dass sie bei „Tuten und
Blasen" Freude vermitteln: am traditionellen Big Band-Jazz.
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Zwei Stunden
lang unterhalten die 16 Musiker - zwei Drittel davon sind Lehrer -
ihr Publikum im voll besetzten Saal mit guten alten Standards. Und
das, obwohl sich ein paar Meter weiter Altmeister Charlie Mariano
die Ehre gab (siehe oben). Neben Big-Band-Swing dürfte daran der
Special Guest von „Tuten und Blasen" seinen nicht
unerheblichen Anteil haben: „Toscho" Todorovic, Kopf der
Blues Company, steuerte mit Stimme und Gibson-Gitarre bluesige Töne
zum Big-Band-Jazz bei.
Bandleader
Robert Kretzschmar hat sich um den Gast schon im Vorfeld aufrichtig
bemüht, hat die Toscho-Kompositionen „The Same Old Feeling"
und „747" von Blues-Company- auf Big-Band-Format
aufgeblasen.
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Doch auch
Klassiker wie „Route 66" und „Mercy, Mercy, Mercy"
stand die Mischung aus erdigem Blues und Swing gut zu Gesicht. Nicht
zuletzt die Dialoge Toschos mit Sängerin Anita Schnitker-Hinrichs,
mit Gitarrist Wolfgang Gerdes und mit dem Hammond-Freak Wolfgang
Deffner zählten zu den aufregendsten Teilen des Abends.
Doch auch ohne Toscho bewiesen die Musikerinnen und Musiker der
Formation, dass Jazz keineswegs nur Sache von Profis ist. Sondern
dass die ambitionierten Amateure unter der Leitung von Robert
Kretzschmar - der ist nun allerdings Profi, und was für einer - ihr
Publikum ohne weiteres im guten alten, liebgewordenen Big-Band-Sound
schwelgen lassen. Und das bis zum Schluss.
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